entweder haste zeit oder geld

So langsam wird mir schmerzlich die Wahrheit der Aussage „Entweder hast du Zeit oder Geld“ bewusst. Denn der Stapel der Will-Ich-lesen-Bücher wird immer größer. Doch zum „ablesen“ komme ich kaum. Nicht anders sieht es bei den Fotoideen aus. Ein paar sind da. Nur fehlt die Zeit zur Umetzung. Na immerhin wirds demnächst länger hell. Da ist vielleicht dafür nach der Arbeit mehr Zeit. Zeit, ja früher als man noch keinen Job hatte oder Student / Azubi war. Da hatte man irgendwie viel mehr Zeit. Zeit und auch Freunde die auch Zeit hatten. Man hatte zwar keines oder nicht viel Geld. Aber das machte nichts, denn man ging einfach an einen See oder traf sich einfach so. Heutzutage hat aber kaum einer Zeit. Man selber nicht und die anderen wohl auch nicht.

Tja der böse Alltag.

24 Stunden hat so ein (All-)Tag. 9 – 10 gehen für die Arbeit und den Weg dahin drauf. Bleiben noch 14 – 15. Ziehen wir mal 8 – 9 für den Schlaf und seine Vor- und Nachbereitung ab sind noch 5 -7 übrig. Klingt doch eigentlich genug. Aber es fühlt sich nach weniger an. Viel weniger.
Vielleicht wird man ja einfach nicht jünger, braucht mehr Zeit für alles oder für alles mehr Zeit.
Oder vielleicht sollte man einfach mal weniger rummosern und einfach machen. Arsch zusammen gekniffen und Spaß gehabt. Auf ins Leben. Denn was anderes hat man doch früher auch nicht getan. Einfach gelebt. War spontan und war froh.

Oder man kauft sich neue klinge Dinge mit denen was man was machen könnte oder die mitmachen sollen aber dann ist man schnell gelangweilt von ihnen weil man nicht zu machen kommt. Und auf einmal ist das Kaufen toll. Denn beim Kauf schwingt immer so ein bisschen machen mit. So als erster Schritt zu dem was machen will. Nur leider bleibt es oft beim ersten Schritt. Das kann schnell eine Spirale werden, die leider nicht nach pben Zeigt. Auf einmal hat man dann die Bude voll mit Sachen die man seit dem Auspacken nie benutzt oder gelesen hat.

Wenn es schon Nachmittags dunkel wird

Immer wenn es, so wie heute, schon Nachmittags dunkel wird und der Regen über das Land zieht dann kommt in mir dieses Gefühl von Herbst auf. Es fühlt sich nach Dauerregen, Tristesse und Melancholie an. Es erinnert mich an Baden oder Duschen im Kerzenschein, zu deprimierender Musik. Es erinnert mich an die Wochen der Kindheit, am Ende des Sommers, in denen man nicht mehr so recht draußen spielen konnte, weil alles irgendwie matschig Grau wurde. Es erinnert mich auch die Radspazierfahrten zu Musik mit dem Ziel einfach nur unterwegs zu sein.

Kurz gesagt ich mag das erst einmal nicht.

Youth is wasted on the Young

youth is wasted on the young

Sagte oder sang jemand einmal. Ich glaube was da spricht ist der Neid. Neid darauf nicht mehr all das tun zu können was man früher tat. Nicht unbedingt weil man körperlich nicht mehr dazu in der Lage ist. Sondern Weil man sich selber Schranken auferlegt hat, oder sich zumindest eingeschränkt fühlt. Doch dabei stimmt das gar nicht. Was wäre so verwerflich daran sich einfach so zwanglos, so infantil, so weltverändernd zu verhalten.

Aber auch der Neid darauf einfach nicht mehr zu der Gruppe von Menschen zu gehören die die Welt verändern. Die Gruppe die die Gesellschaft vorantreibt. Die alles hinterfragt. Die alles anders machen will.

Was ich sagen will ist:
Man kann das immer noch.

Frei nach:

Don’t feel guilty if you don’t know what you wanna do with your life; the most interesting people I know didn’t know at 22 what they wanted to do with their lives; some of the most interesting 40 year olds I know still don’t.

Musik von Früher

Tja immer wenn ich meine Musiksammlung durchstöbere vergeht die Zeit wie im Fluge. Ich stell immer wieder fest: zu viele Lieder und zu wenig Zeit. Irgendwie auch viele traurige, zumindest melancholische Lieder, die zwar Erinnerungen wecken aber nicht mehr so recht zünden. Was doch eigentlich gut ist.

Eigentlich wollte ich ja wie folgt anfangen: Irgendwie gab es früher mehr Momente zu denen Musik passte. Also so richtig wie die Faust aufs Auge. Jetzt passiert das seltener. Liegt das nun an meinem jetzigen Leben oder an der Musik?

In Anbetracht der oben erwähnten eher depressiven Gefühlen finde ich ist das dann doch eher eine positiv zu sehende Entwicklung. Ich hoffe trotzdem das bis zu unsere Hochzeit1 im August nächsten Jahres finde ich eine ganze Menge Lieder die zu dem gegeben Anlass passen und bewegen.

1ich verwenden den Begriff hier nur weil ich „Eintragung der Lebenspartnerschaft“ zu wenig romantisch und zu viel bürokratisch finde.

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